Offen gesagt
Was ein Einsatz kostet
Auf dieser Seite steht keine Zahl – und das ist Absicht. Eine Summe, die vor der Bestimmung genannt wird, ist entweder geraten oder ein Lockangebot. Was wir stattdessen offenlegen: welche Faktoren den Aufwand bestimmen, und wie das Gespräch abläuft, in dem Sie eine belastbare Auskunft bekommen.

Faktoren
Was den Aufwand bestimmt
Diese sechs Punkte klären wir am Telefon. Danach ist eine belastbare Auskunft möglich – vorher nicht.
Um welche Art geht es?
Eine Wärmebehandlung gegen Bettwanzen, eine Köderstation gegen Ratten und eine Netzmontage gegen Tauben sind drei völlig verschiedene Arbeiten – mit unterschiedlichem Zeit-, Geräte- und Materialbedarf.
Wie stark ist der Befall?
Einzelne Tiere an einer Stelle oder ein etablierter Bestand über mehrere Räume: Der Umfang bestimmt Menge, Dauer und Anzahl der nötigen Behandlungspunkte.
Wie zugänglich ist die Stelle?
Ein Nest in Griffhöhe oder unter Dachziegeln in Höhe; ein Sockelbereich frei zugänglich oder hinter einer Einbauküche. Zugänglichkeit ist häufig der größere Faktor als die Art selbst.
Welches Verfahren passt?
Ködergel, Köderstation, Wärmeverfahren, Vergrämung, Abwehrmontage oder – im Sonderfall – Begasung. Chemiefreie Verfahren sind aufwendiger, dafür ohne Wirkstoff im Raum.
Wie viele Termine?
Bei Schaben und Bettwanzen sind mehrere Termine der Normalfall, weil Eier nachschlüpfen. Das gehört ins Gespräch – nicht in eine Nachforderung.
Kommt Bauleistung dazu?
Abdichtungen, Abwehrmontage oder Zimmererarbeit am Dachstuhl sind eigene Positionen. Wir sagen offen, wo unsere Leistung endet und Handwerk beginnt.
Warum keine Zahl
Was eine Zahl auf dieser Seite wert wäre
Was eine Pauschalsumme anrichtet
- Sie ist vor der Bestimmung geraten – niemand weiß, ob es eine Maus oder eine geschützte Art ist
- Sie ignoriert die Zugänglichkeit, die den Aufwand oft stärker treibt als die Art
- Sie lädt dazu ein, das Verfahren an die Zahl anzupassen statt an den Befund
- Sie ist als Lockangebot beliebt – und wird vor Ort „präzisiert"
Was ein Gespräch leistet
- Sie beschreiben den Fund, wir ordnen die Art ein – oft eindeutig
- Wir sagen, welches Verfahren in Frage kommt und wie viele Termine realistisch sind
- Sie erfahren, ob Abwarten oder eine bauliche Maßnahme die bessere Antwort ist
- Sie bekommen eine Auskunft, an der wir uns messen lassen – vor dem Termin, nicht danach
Mietrecht
Zahlt der Vermieter oder der Mieter?
Eine Orientierung – keine Rechtsberatung. Im Streitfall gehört das ins Mietrecht.
- Grundregel. Schädlingsbekämpfung ist regelmäßig Sache des Vermieters: Nach § 535 BGB muss er die Mietsache in vertragsgemäßem – also schädlingsfreiem – Zustand halten. Die Kosten der akuten Bekämpfung trägt daher grundsätzlich der Vermieter.
- Ausnahme Verursacherprinzip. Hat der Mieter den Befall nachweislich verursacht – etwa durch unsachgemäße Lebensmittellagerung – kann er kostenpflichtig sein. Die Nachweispflicht liegt zunächst beim Vermieter.
- Betriebskosten. Vorbeugende, regelmäßige Maßnahmen wie routinemäßig ausgelegte Köderboxen können teils als Betriebskosten umlegbar sein. Die akute Bekämpfung bei Befall ist Instandhaltung und in der Regel nicht umlagefähig.
- Unwirksame Klauseln. Mietvertragsklauseln, die die Schädlingsbekämpfung pauschal dem Mieter aufbürden, sind regelmäßig unwirksam.
Fragen
Fragen zu Aufwand und Ablauf
Kostet die Beratung am Telefon etwas?
Nein. Die telefonische Beratung ist kostenlos und unverbindlich – auch dann, wenn am Ende kein Auftrag daraus wird. Genau das ist ihr Sinn: Sie sollen wissen, woran Sie sind, bevor jemand losfährt. Es kommt regelmäßig vor, dass die richtige Antwort „abwarten" oder „lüften" lautet.
Bekomme ich vorher eine verbindliche Auskunft?
Sie bekommen vor dem Einsatz eine klare Auskunft zu Verfahren, Umfang und Anzahl der Termine. Wo etwas erst vor Ort beurteilbar ist – etwa der Umfang eines Holzbefalls im Dachstuhl –, sagen wir das vorher, statt eine Zahl zu nennen, die dann korrigiert werden muss.
Warum sind mehrere Termine nötig?
Weil Biologie sich nicht verhandeln lässt. Schaben legen Eikapseln, aus denen Tiere nachschlüpfen; Flohpuppen sind widerstandsfähig und schlüpfen zeitversetzt. Die Nachbehandlung ist deshalb Teil des Verfahrens und wird vorher besprochen – nicht hinterher als Zusatz aufgeschlagen.
Übernimmt die Versicherung etwas?
Das hängt vom Vertrag ab und ist eine Frage an Ihre Versicherung, nicht an uns. Was wir liefern können, ist eine nachvollziehbare Dokumentation des Befunds und der Maßnahme – die brauchen Sie in solchen Fällen ohnehin.
Und wenn ich mehrere Angebote vergleichen will?
Vergleichen Sie nicht nur die Summe, sondern was darin steht: Ist die Artbestimmung enthalten? Sind Nachbehandlungen eingeplant oder werden sie später berechnet? Werden Köder in gesicherten Boxen ausgebracht und dokumentiert? Wird die Ursache – Spalt, Feuchte, Nahrungsquelle – überhaupt erwähnt? Ein günstiges Angebot ohne diese Punkte ist meist kein günstiges Angebot.